Montag, 12. Oktober 2009
Musik <3
So, nun hab ich also 5 Wochen Uni hinter mir.
Ich muss ja sagen, ich finde die Einteilung in Wochen richtig gut. Man kann das ganze Semester toll strukturieren. Allerdings kommt es für mich einem Runterzählen gleich und es werden immer weniger Wochen, die ich hier sein kann :(

Aber nu zu den Neuigkeiten:
Ich habe einen Platz im Tanzkurs bekommen – die Lehrer machen eine Mischung aus Standard-und Lateintänzen. Angefangen haben wir mit dem Tango. Und was soll ich sagen? Es gibt meistens genug Herren für die Damen und ein paar davon sind wirklich gute Tänzer. Aber es gibt auch die „Ich kann keine 3 Schritte im Takt gehen, frag meine Dame aber trotzdem großspurig, ob sie alles verstanden hat“- Kerle. Schmunzeln und tanzen… Aber es macht nen Heidenspaß! Allerdings sind knappe 1,5 h tanzen doch sehr wenig… Aber besser als gar nix.

Ich hab hier im Uniorchester zwei liebe junge Leute kennengelernt, Shannon und Andy (Klari und Trompete). Die haben mich letzte Woche in die Brass and Reed Band von Limerick mitgenommen – das ist das Äquivalent zu unseren Musikvereinen und es macht Spaß. Die Leute sind toll, es ist nicht zu schwer und die Stücke sind toll (Oregon – Jacob de Haan; My Fair Lady, Old Comrades *g*, Pie Jesu und noch ein paar Stücke für die (Weihnachts-)Messen). Die Band probt 2x in der Woche und es ist faszinierend zu sehen, wie groß die Fortschritte von Woche zu Woche sind. Für die interessierten: Hier der Link zur Band Homepage: http://www.boherbuoy.org/index.html
Shannon und ich waren dann am Mittwoch nach der Probe noch in ner süßen kleinen Bar, dort hat eine Band (Andy spielt dort Trompete) gespielt. War wirklich gut. Super Musik, liebe Leute, ein wenig Alkohol und alles doch recht klein, gemütlich und familiär. Diese Auftritte sind jeden 2. Mittwoch dort und weil so eine Band (eine ganz normale Jazzband im Prinzip) in Irland nicht so häufig ist, kommen die Leute zum Teil von weit her- das mag man sich gar nicht vorstellen, wenn man so schaut, wie viele dieser Bands es in Deutschland gibt.
Und weil hier Sonntag morgens vor 12 Uhr keine Busse fahren, spielt Andy grad immer Taxi und holt mich zu den Proben ab :)

So hab ich also 2x die Woche Band, einmal Orchester, einmal Üben an der Uni und einmal Tanzen. Ich denke, das ist ne gute Mischung, die auch noch Zeit für die Uni und andere Freizeitaktivitäten lässt.
Und mir geht’s besser, seit ich wieder Musik machen kann; ich bin irgendwie ausgeglichener. Das ist doch ein gutes Zeichen.

Hab mittlerweile ne gute Menge an Handynummer – sowohl von Deutschen als auch von Iren, die nächste Zeit wird also hoffentlich spaßig :)

Hier ist mittlerweile ein Inder ins Haus gezogen, der ist unheimlich schüchtern, scheint aber sympathisch zu sein. So sind wir nun also 7 Leute und die gemeinsamen Abende im Wohnzimmer vorm TV sind wirklich schön und unterhaltsam. Der Freund der Deutschen, die ich ausm Uniorchester kenne, zieht dann ab Januar in mein Zimmer.

Audrey – meine Tandempartnerin- ist ein nettes Mädel und wir haben viel Spaß in den Stunden, in denen wir uns auf Deutsch oder Englisch unterhalten. Manchmal nur über Gott und die Welt, manchmal über so wichtige Dinge wie Stereotype und dergleichen. Und sie spricht überraschend gut deutsch ;)

An der Uni wird’s jetzt dann so langsam stressig. Ich muss nun bis Semesterende fast jede Woche nen Essay abegeben oder eine Klausur schreiben. Man darf gespannt sein, wie das alles ausgeht. Aber noch sind die Kurse interessant und machen Spaß. Und da sich nun kleine Gruppen gebildet haben, die in den Vorlesungen/Tutorien zusammensitzen, machts gleich nochmal mehr Spaß und man hat jemanden, mit dem man über den Stoff sprechen kann.

Toll ist, dass Dienstag und Mittwoch hier die Open Days an der UL sind. Das ist wie die Studientage bei uns, mit dem Unterschied, dass wenn die Schüler in der Uni einfallen, die Studenten zwei Tage freibekommen :) Ich werd die Zeit aber nutzen (müssen), um Essays zu schreiben.

Ich hab als heute nochmal viel Uni (Montag ist mein langer Tag) und dann wird’s ein bissl ruhiger – zumindest, was die Vorlesungen angeht. So freu ich mich auf morgen, denn: Alles ist gut, wenn der Tag mit Musik begann! :)

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