Mittwoch, 23. September 2009
Bilder
So, bevor sich die Leute hier wieder so viel Text antun müssen, gibts erst einmal ein paar Bilder. Und zwar von meiner Unterkunft bzw. ein paar Schnappschüsse von der Uni.
Damit ihr mal sehen könnt, wie ich so wohne.
Ich finde ja, ich hatte extrem viel Glück. Am Anfang war ich schwer enttäuscht, weil auf dem Campus nix mehr frei war.
Mittlerweile find ich das aber sogar gut. Ich wohne mit bisher 5 (vllt. zieht noch jemand ein) Iren zusammen, die arbeiten oder studieren. Hier in absoluter Nähe gibts einen Lidl (überlebenswichtig, weil nicht ganz so teuer), ein anderes großes Shoppingcenter, nen McDoof und ein Kino. Ich lauf ca. 25 Minuten zur Uni - das ist bei schönem Wetter wirklich traumhaft. Hier fahren Busse bis fast vors Haus und nachts gibts wohl einen Busservice der Uni, der einen bis vor die Haustür bringt. Ich bin also nicht ganz ab vom Schuss, aber ich werde -hoffentlich- kein Opfer der exzessiven Studentenpartys sein,für die die Student Villages auf dem Campus berühmt berüchtigt sind.
Also: Bilder gucken und genießen!



Die Häuserreihe in der ich wohne. In den schnuckligen zweistöckigen Häusern wohnen hauptsächlich Studenten.



Die geräumige Küche bietet alles, was man braucht: Ofen, Herd, Mikrowelle, Waschmaschine, Trockner, Kühlschrank, Gefriertruhe! Ist witzig, wenn 6 Leute parallel versuchen, zu kochen, Essen zu richten, zu spülen, zu plaudern und zu essen...



Der Schreibtisch, an dem ich fleißig lerne - und blogge...Mittlerweile stapeln sich hier einige Bücher, die ich brav lese.



Klein, aber fein, ausreichend und sauber. Ein eigenes Bad ist eben doch ein Luxus...



Mein tolles großes Bett! Daran könnte ich mich glatt gewöhnen...



Der erste Anblick, der mich morgens aufm Campus erwartet. Ist es nicht schön?



Abends, nach einem Tag in der Bibliothek...

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Erste Schritte
Aaalso.
Ich hab dann den Schluessel fuer mein Zimmer abgeholt und war dann noch zwei Naechte im Bed and Breakfast. So konnte ich Mittwochs in Ruhe putzen (Der Kerl, der da vorher 6 Jahre drin gewohnt hat, hat offensichtlich nie geputzt! War ziemlich eklig und ich war echt froh, als ich fertig war und mich getraut hab, alles anzufassen...!)und ein bissl Zeug ins Haus bringen, Donnerstags entspannt an die Uni fuer die beiden Einfuehrungs- und Orientierungstage, die fuer die Erasmus-Austauschstudenten angesetzt waren.
Ich hab schon auf dem Weg zur Uni -den ich nur grob beschrieben bekam- eine andere deutsche Studentin getroffen, so haben wir dann den Weg zu zweit gesucht und gefunden.



Erwartet hat uns ein wunderschoener Campus: Viel Gruenflaeche, tolles gruenes irisches Gras, schoene neue Anlagen, Baeume, Palmen, viele verschiedene architektonische Stile und tolles Sonnenwetter. Die zwei Orientation Tage waren zwar interessant, aber relativ langweilig fuer die Studenten, die sich schon davor ueber die Uni und ihren Ablauf informiert hatten. Trotzdem war es eine gute erste Gelegenheit, andere Auschtauschstudenten kennenzulernen, die also mit im selben Boot sitzen. Erstaunlich, wie viele deutsche, franzoesische und spanische Studenten es hier gibt. Auch die amerikanischen Studenten sind zahlenmaessig stark vertreten. Und wer dachte "Na, das sind aber viele Erasmusstudenten", der wurde montags eines Besseren belehrt. Immerhin hat die University of Limerick (UL) an die 13 000 Studenten. Dass die auch irgendwo untergebracht sein wollen, merkt man spaetestens, wenn man total verloren durch die vielen Gebaeude und die vielen Stockwerke irrt. Alle hier sind zwar hilfsbereit, nervenaufreibend ist es aber doch, schliesslich muss man staendig extra Zeit zum Suchen mit einplanen...



Aber gut. Zum Glueck gabs bei der Einfuehrung eine Campustour. Das war toll organisiert. Immer ein UL Student hatte ca. 6 Erasmusleute und konnte denen in Ruhe und flexibel den Campus erklaeren. Und es gab die erste maennliche Handynummer *lach* Zwar nur, falls wir verloren gehen und unseren Guide nicht mehr finden, aber immerhin...



Am Wochenende war dann einkaufen und einrichten angesagt. Ich zog also los und kehrte mit allerlei Haushaltssachen, Lebensmitteln, huebscher Bettwaesche und - ganz wichtig- einer neuen, sauberen Klobuerste (ja, man lernt, Prioritaeten zu setzen) zurueck. Mittlerweile sieht man dem Zimmer an, dass es bewohnt wird, es ist irgendwie lebendig und bunt. Und hell, dank des grossen Fensters. Ich vermisse zwar einen richtigen Rolladen, aber an diese Jalousie gewoehn ich mich hoffentlich. Nachdem ich jetzt rausbekommen habe, wie ich warmes Wasser haben kann, macht auch das Duschen Spass... ;)
Die Abende "zu Hause" sind echt nett: Meistens sind die anderen Mitbewohner da, man trifft sich im Wohnzimmer, plaudert und sieht fern. Oder trinkt Wein *kicher*

Jetzt ist die erste "richtige" Woche an der Uni fast rum und ich finds herrlich. Ein grosser Campus, bis auf die obligatorischen Schauer gutes Wetter (vor allem die letzten Tage: Kein Regen, den ganzen Tag Sonnenschein, blauer Himmel, warm... alle sitzen draussen und verbringen die Zeit auf dem Campus).
Ich hab zwar noch Schwierigkeiten, meinen Stundenplan fertigzustellen (wie daheim eben auch), aber ich hab ein paar wirklich interessante Kurse aufgetrieben, auf die ich mich freue. Ich bin auch schon fleissig am Buecher lesen - das ist hier intensiver als in Germersheim. Achja... Kennt jemand Sense and Sensibility? Muss mich da bis Montag durchkaempfen...

Ich hab hier schon ein paar wirklich sympathische Studenten kennengelernt. Viele aus Deutschland -und Bayern *g* - aber auch international bunt gemischt. Und so gross die Uni auch ist: Man trifft die Menschen immer wieder. Das haette ich nicht gedacht.

Gestern war Sign-Up Day fuer die Clubs ud Societies hier. Die sind toll organsiert und haben fuer jeden Geschmak etwas zu bieten: Sport, Kultur, Musik...
Ich bin nun Mitglied bei der International Society - die machen wohl Ausfluege in die Umgebung, das ist toll, um etwas vom Land zu sehen sowie Filmabende und Sprachtandems. Und natuerlich bei der Music Society - nicht so sehr, weil ich so arg auf Rockbands stehe sondern weil die einen Raum zum Ueben anbieten. Ich werd also ab naechster Woche die UL mit meiner Klarinette unsicher machen. Darauf freu ich mich schon.

Man sieht also: Mir wirds nicht langweilig! Und im Moment bin ich mehr als zufrieden mit meiner Entscheidung, hier her gegangen zu sein.

Morgen dann noch ein Mal Uni -inklusive einer Uebersetzungsuebung, juhu - und dann Wochenende :)

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Die Anfänge
So, dann werd ich hier immer mal wieder erzählen, wie es mir grad so ergeht.
War alles ein bissl stressig daheim, weil ich nach der Klausurenphase sofort ausziehen (und viel schlimmer: daheim ein - mit meinem ganzen Krempel *g*) musste und dann ja schon die Chile-Reise auf dem Plan stand. Donnerstags von Chile zurück, gings ans Wäsche waschen und packen (danke an Mama und Papa, die ohne zu Murren mitangepackt haben ).

Dann gings Samstag morgen ziemlich früh, so gegen 7 Uhr, los Richtung Baden-Baden zum Flughafen. Wir kamen rechtzeitig dort an und hatten Zeit für ein Frühstück bevor ich gemütlich einchecken konnte. Der Flug nach London war unspektakulär und relativ kurz, allerdings hätte ich in diesem unbequemen Flugzeug auch nicht länger sitzen wollen! Dann hatte ich ca. 8 h Aufenthalt in London/Stansted. Das dumme ist: Der Flughafen is ziemlich außerhalb von London, so dass ich also die ganze Zeit lesend, essend und Musik hören dort verbacht habe. Das waren gaaanz lange 8 h. Schlimmer wurde es später, als dann der Anschlussflug zum Shannon Airport eine ganze Stunde Verspätung hatte. Ich war also schlussendlich - nach einer halben Stunde Taxi fahren - erst um 23 Uhr abends (Ortszeit) in Cregan's Bed+Breakfast. Die "Mama" dort ist extra länger aufgeblieben :)

Hier ist es echt schön, ich hab ein eigenes Bad (klar, ist ja ein Hotel) und das Früshstück ist lecker. Außerdem sind die andern Mitbewohner total lieb und es ergeben sich immer wieder interessante Gespräche. Überhaupt sind die Iren extrem hilfsbereit und freundlich. Ich hab mittlerweile 3 Zimmer angeschaut und mich für eines entschieden. War ganz witzig, weil ich hier im BB abgeholt wurde von den Vermietern... und sogar zurück bzw. zum Shopping Center gefahren wurde.
Entschieden habe ich mich für ein 6-Personen-Haus. Es gibt ne Gemeinschaftsküche und einen Gemeinschaftsraum, Waschmaschine und Trockner. Mein Zimmer hat ein eigenes Bad, das ist klasse. Es ist alles sehr sauber (im Gegensatz zu den beiden anderen) und der Vermieter ist nett; auch wenn mich sein irischer Akzent fast in den Wahnsinn treibt *g* Ich hoffe mal, die anderen Studenten in dem Haus sind sympathisch.

Ich werde dann heute noch die Schlüssel für mein Zimmer bekommen, bei der Uni vorbeischauen und mich auf dem Unicampus orientieren und dann morgen das Zimmer vorbereiten, so dass ich dann am Donnerstag gemütlich umziehen kann. Hab heute dann erstmal Handtücher, Putzzeug und Bettwäsche gekauft...das konnte ich -der Gewichtsbegrenzung von Ryanair sei dank- nicht mitnehmen. Mein armer Geldbeutel. Und: Ich hab nen tollen wunderhübschen Schirm gekauft :) Denn: In Irland regnet es... *fg*

Bisher fühle ich mich echt wohl und es gab auch keine großen Sprachschwierigkeiten, dabei musste ich mich schon mit nem Chinesen, ner New Yorkerin, nem Kanadier und den Iren rumschlagen ;)

Dann gibts hier mal ein paar Bilder meiner ersten Unterkunft bei Cregan's:




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Wie alles begann
Angefangen hat alles im Januar, als ich mehr aus Neugierde denn mit dem Plan, ernsthaft wegzugehen, bei der Informationsveranstaltung zum Austausch GB/Irland war. Da die Plätze nach Noten vergeben werden, habe ich mich – dank Lisa - dazu hinreißen lassen, eine Bewerbung abzugeben; ich ging ja sowieso davon aus, dass ich keinen Platz bekomme. Aber erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. Als also das nächste Treffen anberaumt war, wurde klar, dass alle der dort Versammelten einen Austauschplatz erhalten würde. Das gab es übrigens in der Geschichte des FASK noch nie.
Herr Völkel – der Erasmus-Koordinator am FASK- hatte eine Rangliste erstellt nach der sich jeder eine Uni – mehr oder weniger - aussuchen durfte. Mir vollkommen unverständlich, wollte offenbar niemand nach Irland, meinem heimlichen Favorit. Als ich also an der Reihe war, waren dort noch alle Plätze frei und ich durfte von nun an sicher sein, einen Platz an der University of Limerick ergattert zu haben.
Nun folgten Wochen und Monate voller Papierkram, Emails und Sprechstunden, um alle Unklarheiten zu beseitigen und um den Auslandsaufenthalt so gut wie möglich vorzubereiten. Einen kleinen Dämpfer erhielt die Euphorie, als mir mitgeteilt wurde, dass im Wohnheim auf dem Campus und auch in den anderen Studentenresidenzen keine Plätze mehr frei sind. Ich beschloss daraufhin, einfach ein paar Tage vor dem Einführungsprogramm hinzufliegen und erst einmal ein paar Tage in Cregan’s Bed and Breakfast zu verbringen um vor Ort ein privat-vermietetes Zimmer zu suchen.
Schließlich habe ich Flüge gebucht und mir langsam aber sicher Gedanken darüber gemacht, dass ich ja tatsächlich für 4 Monate an einer anderen Universität in einem anderen Land studieren werde.
Und dann nahte auch schon der Klausurenstress, so dass eigentlich nicht mehr viel Zeit blieb, mir großartig Gedanken um Irland zu machen.

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