Donnerstag, 29. Oktober 2009
Geburtstagsgrüße aus Deutschland
Vielen Dank an alle, die mich mit Briefen, Karten, Emails und dergleichen bedacht haben! :) Ich habe mich sehr gefreut und habe natürlich –brav wie ich bin –die Briefe auch nicht vor dem 18. geöffnet.
Ich bin unbeschadet ein Jahr älter geworden und hatte einen richtig schönen Tag!

Ich habe hier mittlerweile einige irische Studenten kennengelernt, die in meinen Kursen „Kontrastive Landeskunde Deutschland- Irland“ und „Sociology of Media“ sind. Ganz viele liebe Mädels und ein Kerl. Da wir alle den Essay für Sociology schreiben mussten und uns entsprechend oft in der Bibliothek gesehen haben, kam irgendwann Sherona darauf (Facebook sei Dank), dass ich Geburtstag habe und war der Meinung, „man müsse irgendwas machen!“
„Irgendwas“ brach dann sonntags in Form einer Einladung zum Abendessen bei ihr zuhause über mich herein, mit dem Zusatz, hinterher mit dem Mädels in den Pub zu gehen! :)
Es war ein wirklich schöner Abend. Ihre Mama hat sehr lecker gekocht und ich habe praktisch mit Sherona’s Familie gegessen! Es gab lecker Wein, Kartoffeln, Gemüse und Fleisch. Ganz simpel, aber sehr lecker. Und hinterher: Pavlova! :) Und ich hab ein süßes Paar Ohrringe bekommen. Ich war ganz gerührt die ganze Zeit, weil einfach alle so wahnsinnig lieb waren!
Im Pub hinterher wars auch lustig! Ein Haufen Mädels, ein bissl Alkohol, gute Musik und jede Menge Iren (auch männliche *g*) um uns rum.

Ich musste also weder auf liebe Gesellschaft noch auf Spaß verzichten!
Ich habe allerdings nichts gegen einen verspäteten Geburtstagskäsekuchen im Dezember… der hat schon gefehlt und wird von nix getoppt!

Und damit’s Auge auch nicht zu kurz kommt, hier ein Bild von den Geburtstagskarten:

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Montag, 12. Oktober 2009
Musik <3
So, nun hab ich also 5 Wochen Uni hinter mir.
Ich muss ja sagen, ich finde die Einteilung in Wochen richtig gut. Man kann das ganze Semester toll strukturieren. Allerdings kommt es für mich einem Runterzählen gleich und es werden immer weniger Wochen, die ich hier sein kann :(

Aber nu zu den Neuigkeiten:
Ich habe einen Platz im Tanzkurs bekommen – die Lehrer machen eine Mischung aus Standard-und Lateintänzen. Angefangen haben wir mit dem Tango. Und was soll ich sagen? Es gibt meistens genug Herren für die Damen und ein paar davon sind wirklich gute Tänzer. Aber es gibt auch die „Ich kann keine 3 Schritte im Takt gehen, frag meine Dame aber trotzdem großspurig, ob sie alles verstanden hat“- Kerle. Schmunzeln und tanzen… Aber es macht nen Heidenspaß! Allerdings sind knappe 1,5 h tanzen doch sehr wenig… Aber besser als gar nix.

Ich hab hier im Uniorchester zwei liebe junge Leute kennengelernt, Shannon und Andy (Klari und Trompete). Die haben mich letzte Woche in die Brass and Reed Band von Limerick mitgenommen – das ist das Äquivalent zu unseren Musikvereinen und es macht Spaß. Die Leute sind toll, es ist nicht zu schwer und die Stücke sind toll (Oregon – Jacob de Haan; My Fair Lady, Old Comrades *g*, Pie Jesu und noch ein paar Stücke für die (Weihnachts-)Messen). Die Band probt 2x in der Woche und es ist faszinierend zu sehen, wie groß die Fortschritte von Woche zu Woche sind. Für die interessierten: Hier der Link zur Band Homepage: http://www.boherbuoy.org/index.html
Shannon und ich waren dann am Mittwoch nach der Probe noch in ner süßen kleinen Bar, dort hat eine Band (Andy spielt dort Trompete) gespielt. War wirklich gut. Super Musik, liebe Leute, ein wenig Alkohol und alles doch recht klein, gemütlich und familiär. Diese Auftritte sind jeden 2. Mittwoch dort und weil so eine Band (eine ganz normale Jazzband im Prinzip) in Irland nicht so häufig ist, kommen die Leute zum Teil von weit her- das mag man sich gar nicht vorstellen, wenn man so schaut, wie viele dieser Bands es in Deutschland gibt.
Und weil hier Sonntag morgens vor 12 Uhr keine Busse fahren, spielt Andy grad immer Taxi und holt mich zu den Proben ab :)

So hab ich also 2x die Woche Band, einmal Orchester, einmal Üben an der Uni und einmal Tanzen. Ich denke, das ist ne gute Mischung, die auch noch Zeit für die Uni und andere Freizeitaktivitäten lässt.
Und mir geht’s besser, seit ich wieder Musik machen kann; ich bin irgendwie ausgeglichener. Das ist doch ein gutes Zeichen.

Hab mittlerweile ne gute Menge an Handynummer – sowohl von Deutschen als auch von Iren, die nächste Zeit wird also hoffentlich spaßig :)

Hier ist mittlerweile ein Inder ins Haus gezogen, der ist unheimlich schüchtern, scheint aber sympathisch zu sein. So sind wir nun also 7 Leute und die gemeinsamen Abende im Wohnzimmer vorm TV sind wirklich schön und unterhaltsam. Der Freund der Deutschen, die ich ausm Uniorchester kenne, zieht dann ab Januar in mein Zimmer.

Audrey – meine Tandempartnerin- ist ein nettes Mädel und wir haben viel Spaß in den Stunden, in denen wir uns auf Deutsch oder Englisch unterhalten. Manchmal nur über Gott und die Welt, manchmal über so wichtige Dinge wie Stereotype und dergleichen. Und sie spricht überraschend gut deutsch ;)

An der Uni wird’s jetzt dann so langsam stressig. Ich muss nun bis Semesterende fast jede Woche nen Essay abegeben oder eine Klausur schreiben. Man darf gespannt sein, wie das alles ausgeht. Aber noch sind die Kurse interessant und machen Spaß. Und da sich nun kleine Gruppen gebildet haben, die in den Vorlesungen/Tutorien zusammensitzen, machts gleich nochmal mehr Spaß und man hat jemanden, mit dem man über den Stoff sprechen kann.

Toll ist, dass Dienstag und Mittwoch hier die Open Days an der UL sind. Das ist wie die Studientage bei uns, mit dem Unterschied, dass wenn die Schüler in der Uni einfallen, die Studenten zwei Tage freibekommen :) Ich werd die Zeit aber nutzen (müssen), um Essays zu schreiben.

Ich hab als heute nochmal viel Uni (Montag ist mein langer Tag) und dann wird’s ein bissl ruhiger – zumindest, was die Vorlesungen angeht. So freu ich mich auf morgen, denn: Alles ist gut, wenn der Tag mit Musik begann! :)

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Sonntag, 27. September 2009
Studium und Freizeit
Nu ist die dritte Uni-Woche hier praktisch rum und ich dachte, es ist nett, mal ein wenig Neuigkeiten zu verbreiten.

Woche zwei war an sich wirklich interessant, weil ich in vielen vielen Vorlesungen war um herauszufinden, welche 5 Module ich dann schlussendlich machen werde – es herrschte ungefähr das gleiche Chaos wie in Germersheim, also nichts, was ich nicht gewöhnt wäre.
Ich hab 5 wirklich interessante –so hoffe ich zumindest- gefunden. Ich mach also American Literature (von den Puritanern bis zu den Anfängen des 18. Jahrhunderts), Sensibility and Romanticism (geht vor allem um die englische romantische Literatur, so zum Beispiel Jane Austen und R.W. Emerson), Germany Europe and Beyond (befasst sich mit komparativer Landeskunde D-IRL und hat eine Übersetzungsübung, juhu!), Sociology of Media (Einführung in die Medien unter soziologischen Aspekten bei einem tollen irischen Dozenten) und Irish Folklore (hier werden den vielen Erasmusstudenten irische Kultur und Traditionen nähergebracht). Ich hab auf Englischgrammatikunterricht verzichtet; weil die anderen Kurse spannender sind und ich wirklich nicht noch einmal Lust darauf hatte. Ich hab jetzt also 15 Stunden in der Woche, das ist auszuhalten. Ich muss ziemlich viel lesen, vor allem für die Literaturkurse, aber auch das geht. Zeitmanagement ist alles ;)
Das gute ist, dass zwar überall auch deutsche Studenten mit dabei sind, man sich aber auch toll unter die irischen Studis mischen kann, so dass man nicht nur Deutsch spricht.

Woche drei war dann ziemlich stressig, weil viele Veranstaltungen waren. Ich hab eine –hoffentlich- nette Irin kennengelernt, mit der ich ein Sprachtandem machen werde; wir sehen uns also mindestens einmal die Woche und unterhalten uns wahlweise auf Deutsch oder Englisch. Mal gucken, ob die 4 Jahre Altersunterschied (sie ist ein süßes kleines Erstsemester) was ausmachen oder nicht… ;)
Dienstags war ich zwar spät, aber besser als nie (traue nie Informationen aus dem Internet bezüglich Probenorten…) in der Orchesterprobe des UL Orchestras. Und was soll ich sagen? Alle lieb, endlich mal mehr Streicher… ok, das Transponieren aus der A-Stimme war nicht ganz so lustig, aber das war wohl ne Notlösung. So wie es aussieht, hab ich dort also ne Bleibe gefunden. Und: wahnsinns Stücke! Suppés „Dichter und Bauer“ und Mendelssohns „Italienische Sinfonie“. Und Weihnachtslieder, weil das Konzert im Dezember sein wird. Als Klarinette im Sinfonieorchester ist das alles zwar total gechillt (und nicht so ein Stress wie sonst …) aber es macht trotzdem Spaß. Und ich hab ne Deutsche kennengelernt, die mich mitm Auto mitnimmt, mir passiert also nichts aufm Heimweg im Dunkeln. Und: Sie ist die Freundin des Iren, der vermutlich hier noch zu mir ins Haus zieht. So klein ist die Welt :) Zum Einschreiben für den Standard –und Lateintanzkurs geh ich nächste Woche, hoffentlich gibt’s da noch Plätze. Das wär schön. Da konnte ich diese Woche nicht hin, weil ich auf dem Konzert vom Irish Chamber Orchestra war. Das ist anscheinend das renommierteste Orchester Irlands. Und sie sind wirklich hervorragend. Dabei war eine junge attraktive und absolut perfekte Solo-Trompeterin. War ein wunderschöner Abend! Trompetenkonzerte von Hummel und Haydn sowie Sinfonien von Mozart und Beethoven.Und die Tickets für Studenten gabs für läppische 5 Euro. Ich hätte zwar auch die normalen 25 Euro gezahlt, aber so wars natürlich praktisch. Das tolle ist: Das ICO ist in Limerick ansässig und hat hier auf dem Campus ein eigens Gebäude für Proben etc. Darin wiederum probt das Uni Orchester. Das macht schon was her…
Ich pack mal ein paar musikalische Bilder hier rein:


Das Irish Chamber Orchestra


Alison Balsom


Das Irish Chamber Orchestra Building aufm Campus. Sieht innen genauso toll aus wie von außen!

Da die Woche an sich recht stressig war, gönn ich mir im Moment ein freies Wochenende an dem ich nur das nötigste lern und sonst ist Ausruhen angesagt.
Ich hab mittlerweile das Paket aus der Heimat bekommen. Nun kann ich Musik hören mit tollen Lautsprechern (Laptoplautsprecher sind einfach böööse) und mein Kleiderschrank sieht in der Tat bewohnt aus. Und: Endlich hab ich mein PONS Großwörterbuch.Danke fürs Packen und wiegen :)
Da ich nicht widerstehen konnte, schmücken mein Fensterbrett nu zwei Pflanzen und eine Kerze. Und ich muss sagen, so siehts gleich viel hübscher aus :)

Ich denke also, ich habe eine gute Mischung aus Studium und Freizeitgestaltung gefunden, bisher siehts zumindest so aus. Ich werde mich um den Übe-Raum an der Uni bemühen und dann mal sehen, ob es noch für ein paar Ausflüge reicht. :)
Man darf übrigens wettertechnisch die Daumen drücken, denn so langsam scheint der Herbst Einzug zu halten.

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Mittwoch, 23. September 2009
Bilder
So, bevor sich die Leute hier wieder so viel Text antun müssen, gibts erst einmal ein paar Bilder. Und zwar von meiner Unterkunft bzw. ein paar Schnappschüsse von der Uni.
Damit ihr mal sehen könnt, wie ich so wohne.
Ich finde ja, ich hatte extrem viel Glück. Am Anfang war ich schwer enttäuscht, weil auf dem Campus nix mehr frei war.
Mittlerweile find ich das aber sogar gut. Ich wohne mit bisher 5 (vllt. zieht noch jemand ein) Iren zusammen, die arbeiten oder studieren. Hier in absoluter Nähe gibts einen Lidl (überlebenswichtig, weil nicht ganz so teuer), ein anderes großes Shoppingcenter, nen McDoof und ein Kino. Ich lauf ca. 25 Minuten zur Uni - das ist bei schönem Wetter wirklich traumhaft. Hier fahren Busse bis fast vors Haus und nachts gibts wohl einen Busservice der Uni, der einen bis vor die Haustür bringt. Ich bin also nicht ganz ab vom Schuss, aber ich werde -hoffentlich- kein Opfer der exzessiven Studentenpartys sein,für die die Student Villages auf dem Campus berühmt berüchtigt sind.
Also: Bilder gucken und genießen!



Die Häuserreihe in der ich wohne. In den schnuckligen zweistöckigen Häusern wohnen hauptsächlich Studenten.



Die geräumige Küche bietet alles, was man braucht: Ofen, Herd, Mikrowelle, Waschmaschine, Trockner, Kühlschrank, Gefriertruhe! Ist witzig, wenn 6 Leute parallel versuchen, zu kochen, Essen zu richten, zu spülen, zu plaudern und zu essen...



Der Schreibtisch, an dem ich fleißig lerne - und blogge...Mittlerweile stapeln sich hier einige Bücher, die ich brav lese.



Klein, aber fein, ausreichend und sauber. Ein eigenes Bad ist eben doch ein Luxus...



Mein tolles großes Bett! Daran könnte ich mich glatt gewöhnen...



Der erste Anblick, der mich morgens aufm Campus erwartet. Ist es nicht schön?



Abends, nach einem Tag in der Bibliothek...

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Erste Schritte
Aaalso.
Ich hab dann den Schluessel fuer mein Zimmer abgeholt und war dann noch zwei Naechte im Bed and Breakfast. So konnte ich Mittwochs in Ruhe putzen (Der Kerl, der da vorher 6 Jahre drin gewohnt hat, hat offensichtlich nie geputzt! War ziemlich eklig und ich war echt froh, als ich fertig war und mich getraut hab, alles anzufassen...!)und ein bissl Zeug ins Haus bringen, Donnerstags entspannt an die Uni fuer die beiden Einfuehrungs- und Orientierungstage, die fuer die Erasmus-Austauschstudenten angesetzt waren.
Ich hab schon auf dem Weg zur Uni -den ich nur grob beschrieben bekam- eine andere deutsche Studentin getroffen, so haben wir dann den Weg zu zweit gesucht und gefunden.



Erwartet hat uns ein wunderschoener Campus: Viel Gruenflaeche, tolles gruenes irisches Gras, schoene neue Anlagen, Baeume, Palmen, viele verschiedene architektonische Stile und tolles Sonnenwetter. Die zwei Orientation Tage waren zwar interessant, aber relativ langweilig fuer die Studenten, die sich schon davor ueber die Uni und ihren Ablauf informiert hatten. Trotzdem war es eine gute erste Gelegenheit, andere Auschtauschstudenten kennenzulernen, die also mit im selben Boot sitzen. Erstaunlich, wie viele deutsche, franzoesische und spanische Studenten es hier gibt. Auch die amerikanischen Studenten sind zahlenmaessig stark vertreten. Und wer dachte "Na, das sind aber viele Erasmusstudenten", der wurde montags eines Besseren belehrt. Immerhin hat die University of Limerick (UL) an die 13 000 Studenten. Dass die auch irgendwo untergebracht sein wollen, merkt man spaetestens, wenn man total verloren durch die vielen Gebaeude und die vielen Stockwerke irrt. Alle hier sind zwar hilfsbereit, nervenaufreibend ist es aber doch, schliesslich muss man staendig extra Zeit zum Suchen mit einplanen...



Aber gut. Zum Glueck gabs bei der Einfuehrung eine Campustour. Das war toll organisiert. Immer ein UL Student hatte ca. 6 Erasmusleute und konnte denen in Ruhe und flexibel den Campus erklaeren. Und es gab die erste maennliche Handynummer *lach* Zwar nur, falls wir verloren gehen und unseren Guide nicht mehr finden, aber immerhin...



Am Wochenende war dann einkaufen und einrichten angesagt. Ich zog also los und kehrte mit allerlei Haushaltssachen, Lebensmitteln, huebscher Bettwaesche und - ganz wichtig- einer neuen, sauberen Klobuerste (ja, man lernt, Prioritaeten zu setzen) zurueck. Mittlerweile sieht man dem Zimmer an, dass es bewohnt wird, es ist irgendwie lebendig und bunt. Und hell, dank des grossen Fensters. Ich vermisse zwar einen richtigen Rolladen, aber an diese Jalousie gewoehn ich mich hoffentlich. Nachdem ich jetzt rausbekommen habe, wie ich warmes Wasser haben kann, macht auch das Duschen Spass... ;)
Die Abende "zu Hause" sind echt nett: Meistens sind die anderen Mitbewohner da, man trifft sich im Wohnzimmer, plaudert und sieht fern. Oder trinkt Wein *kicher*

Jetzt ist die erste "richtige" Woche an der Uni fast rum und ich finds herrlich. Ein grosser Campus, bis auf die obligatorischen Schauer gutes Wetter (vor allem die letzten Tage: Kein Regen, den ganzen Tag Sonnenschein, blauer Himmel, warm... alle sitzen draussen und verbringen die Zeit auf dem Campus).
Ich hab zwar noch Schwierigkeiten, meinen Stundenplan fertigzustellen (wie daheim eben auch), aber ich hab ein paar wirklich interessante Kurse aufgetrieben, auf die ich mich freue. Ich bin auch schon fleissig am Buecher lesen - das ist hier intensiver als in Germersheim. Achja... Kennt jemand Sense and Sensibility? Muss mich da bis Montag durchkaempfen...

Ich hab hier schon ein paar wirklich sympathische Studenten kennengelernt. Viele aus Deutschland -und Bayern *g* - aber auch international bunt gemischt. Und so gross die Uni auch ist: Man trifft die Menschen immer wieder. Das haette ich nicht gedacht.

Gestern war Sign-Up Day fuer die Clubs ud Societies hier. Die sind toll organsiert und haben fuer jeden Geschmak etwas zu bieten: Sport, Kultur, Musik...
Ich bin nun Mitglied bei der International Society - die machen wohl Ausfluege in die Umgebung, das ist toll, um etwas vom Land zu sehen sowie Filmabende und Sprachtandems. Und natuerlich bei der Music Society - nicht so sehr, weil ich so arg auf Rockbands stehe sondern weil die einen Raum zum Ueben anbieten. Ich werd also ab naechster Woche die UL mit meiner Klarinette unsicher machen. Darauf freu ich mich schon.

Man sieht also: Mir wirds nicht langweilig! Und im Moment bin ich mehr als zufrieden mit meiner Entscheidung, hier her gegangen zu sein.

Morgen dann noch ein Mal Uni -inklusive einer Uebersetzungsuebung, juhu - und dann Wochenende :)

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Die Anfänge
So, dann werd ich hier immer mal wieder erzählen, wie es mir grad so ergeht.
War alles ein bissl stressig daheim, weil ich nach der Klausurenphase sofort ausziehen (und viel schlimmer: daheim ein - mit meinem ganzen Krempel *g*) musste und dann ja schon die Chile-Reise auf dem Plan stand. Donnerstags von Chile zurück, gings ans Wäsche waschen und packen (danke an Mama und Papa, die ohne zu Murren mitangepackt haben ).

Dann gings Samstag morgen ziemlich früh, so gegen 7 Uhr, los Richtung Baden-Baden zum Flughafen. Wir kamen rechtzeitig dort an und hatten Zeit für ein Frühstück bevor ich gemütlich einchecken konnte. Der Flug nach London war unspektakulär und relativ kurz, allerdings hätte ich in diesem unbequemen Flugzeug auch nicht länger sitzen wollen! Dann hatte ich ca. 8 h Aufenthalt in London/Stansted. Das dumme ist: Der Flughafen is ziemlich außerhalb von London, so dass ich also die ganze Zeit lesend, essend und Musik hören dort verbacht habe. Das waren gaaanz lange 8 h. Schlimmer wurde es später, als dann der Anschlussflug zum Shannon Airport eine ganze Stunde Verspätung hatte. Ich war also schlussendlich - nach einer halben Stunde Taxi fahren - erst um 23 Uhr abends (Ortszeit) in Cregan's Bed+Breakfast. Die "Mama" dort ist extra länger aufgeblieben :)

Hier ist es echt schön, ich hab ein eigenes Bad (klar, ist ja ein Hotel) und das Früshstück ist lecker. Außerdem sind die andern Mitbewohner total lieb und es ergeben sich immer wieder interessante Gespräche. Überhaupt sind die Iren extrem hilfsbereit und freundlich. Ich hab mittlerweile 3 Zimmer angeschaut und mich für eines entschieden. War ganz witzig, weil ich hier im BB abgeholt wurde von den Vermietern... und sogar zurück bzw. zum Shopping Center gefahren wurde.
Entschieden habe ich mich für ein 6-Personen-Haus. Es gibt ne Gemeinschaftsküche und einen Gemeinschaftsraum, Waschmaschine und Trockner. Mein Zimmer hat ein eigenes Bad, das ist klasse. Es ist alles sehr sauber (im Gegensatz zu den beiden anderen) und der Vermieter ist nett; auch wenn mich sein irischer Akzent fast in den Wahnsinn treibt *g* Ich hoffe mal, die anderen Studenten in dem Haus sind sympathisch.

Ich werde dann heute noch die Schlüssel für mein Zimmer bekommen, bei der Uni vorbeischauen und mich auf dem Unicampus orientieren und dann morgen das Zimmer vorbereiten, so dass ich dann am Donnerstag gemütlich umziehen kann. Hab heute dann erstmal Handtücher, Putzzeug und Bettwäsche gekauft...das konnte ich -der Gewichtsbegrenzung von Ryanair sei dank- nicht mitnehmen. Mein armer Geldbeutel. Und: Ich hab nen tollen wunderhübschen Schirm gekauft :) Denn: In Irland regnet es... *fg*

Bisher fühle ich mich echt wohl und es gab auch keine großen Sprachschwierigkeiten, dabei musste ich mich schon mit nem Chinesen, ner New Yorkerin, nem Kanadier und den Iren rumschlagen ;)

Dann gibts hier mal ein paar Bilder meiner ersten Unterkunft bei Cregan's:




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Wie alles begann
Angefangen hat alles im Januar, als ich mehr aus Neugierde denn mit dem Plan, ernsthaft wegzugehen, bei der Informationsveranstaltung zum Austausch GB/Irland war. Da die Plätze nach Noten vergeben werden, habe ich mich – dank Lisa - dazu hinreißen lassen, eine Bewerbung abzugeben; ich ging ja sowieso davon aus, dass ich keinen Platz bekomme. Aber erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. Als also das nächste Treffen anberaumt war, wurde klar, dass alle der dort Versammelten einen Austauschplatz erhalten würde. Das gab es übrigens in der Geschichte des FASK noch nie.
Herr Völkel – der Erasmus-Koordinator am FASK- hatte eine Rangliste erstellt nach der sich jeder eine Uni – mehr oder weniger - aussuchen durfte. Mir vollkommen unverständlich, wollte offenbar niemand nach Irland, meinem heimlichen Favorit. Als ich also an der Reihe war, waren dort noch alle Plätze frei und ich durfte von nun an sicher sein, einen Platz an der University of Limerick ergattert zu haben.
Nun folgten Wochen und Monate voller Papierkram, Emails und Sprechstunden, um alle Unklarheiten zu beseitigen und um den Auslandsaufenthalt so gut wie möglich vorzubereiten. Einen kleinen Dämpfer erhielt die Euphorie, als mir mitgeteilt wurde, dass im Wohnheim auf dem Campus und auch in den anderen Studentenresidenzen keine Plätze mehr frei sind. Ich beschloss daraufhin, einfach ein paar Tage vor dem Einführungsprogramm hinzufliegen und erst einmal ein paar Tage in Cregan’s Bed and Breakfast zu verbringen um vor Ort ein privat-vermietetes Zimmer zu suchen.
Schließlich habe ich Flüge gebucht und mir langsam aber sicher Gedanken darüber gemacht, dass ich ja tatsächlich für 4 Monate an einer anderen Universität in einem anderen Land studieren werde.
Und dann nahte auch schon der Klausurenstress, so dass eigentlich nicht mehr viel Zeit blieb, mir großartig Gedanken um Irland zu machen.

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